Der Haik in den Herbstferien
Man sagte uns, wir müßten
auf Regenkleidung besonders achten. Dabei hatten wir nur Kälte, aber keinen
Regen. Wir sind in einem Naturschutzgebiet gewandert. Das Wetter blieb so
schön, wie von der ersten Minute an. Vom Gukaisee gingen wir also los in einen
schönen Tag hinein. Der Aufstieg zum Wachtküppel war steil, aber es lohnte
sich. Die Aussicht war herrlich. Hier oben war unsere erste Pause.
Wir aßen etwas und nach der Pause wanderten
wir weiter. Der Abstieg war auch beschwerlich. Martin, der hinter mir den Berg
hinunter ging, fiel, weil es sehr matschig war, dreimal auf den Hosenboden. Zur
Ebersburg mußten wir schon wieder ganz schön bergauf gehen. Es war ein hartes
Stück und dieser Aufstieg war etwa 800 bis 1000 Meter lang. Es waren etwa 30%
Steigung. Auf der Burg bestiegen wir den mit einer Wendeltreppe ausgestatteten
Turm. Man sah von dort oben zwar fast nur Wald, aber es war schön.
Als wir wieder hinuntergestiegen waren, sahen wir zwei Frauen, die an einem Tisch saßen. Eine sah zu, wie die andere ein Kettenhemd bastelte.
Ein „Linkshanddolch“ steckte mit der Spitze in dem Holztisch. Das Kettenhemd und der Dolch waren für einen kleinen Jungen gedacht, den wir auch kennenlernten. Ein Kettenhemd kostet übrigens zwischen 500 und 1000 DM.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, wanderten wir den Berg wieder hinunter. Martin und Johannes Körner sind einmal falsch abgebogen und haben so einen Umweg gemacht.
Auf der weiteren Wanderung hätten auch wir uns fast verlaufen, weil unsere „Kartenleser“ den falschen Weg gegangen sind. Der Weg ins Fuldatal führte durch viel Wald und war teilweise ziemlich steil.
Im Dorf Altenfeld trafen wir auf Thomas mit
Johannes Atzert und Annalena, die uns etwas Verpflegung und Material für die
Fuldaüberquerung mitbrachten.
Wir spannten zwei Seile von einem Mast zu einem Baum und gingen auf dem Unteren während wir uns am Oberen festhielten. Diesmal war es nur eine „Trockenübung“, weil die Fulda hier noch sehr schmal war.
Danach wanderten wir ein
kurzes Stück weiter. Nach einer weiteren Pause, brachen wir zum letzten Stück
der ersten Tagesetappe auf.
Gegen 19.20 Uhr trafen wir auf unserem Übernachtungsplatz ein. Mittlerweile war es dunkel geworden und wir mußten im Schein unserer Taschenlampen noch Holz für ein Lagerfeuer sammeln.
Die Nacht wurde ganz schön kalt (ca.3° Minus). Dank eines guten Schlafsacks schlief ich warm aber trotzdem wachte ich immer wieder auf.
Um 4.00 Uhr morgens waren wir wieder wach und irgendjemand von uns hatte das Lagerfeuer auch wieder angefacht.
Nachdem wir gut gefrühstückt hatten, wanderten wir gegen 08.30 Uhr weiter. Zuerst kamen wir zu einem großen Steinbruch. Der Boden des Steinbruchs hatte sich mit Regenwasser gefüllt, so daß ein richtiger See entstanden war.
Von dort aus gingen wir durch den Wald und
trafen einen Tierbeobachter.
Alles glänzte noch im frischen Morgentau. Unsere Wanderung führte weiter über die Schwedenschanze zum Arnsberg. Der Aufstieg zum Arnsberg war sehr steil. Einige hatten mittlerweile schon ganz schön Mühe vorwärts zu kommen. Nun gingen wir einen ziemlich beschwerlichen Abhang hinunter und endlich nach einem kurzen Waldstück kamen die Gästehäuser von Bischofsheim-Haselbach in Sichtweite.Alle waren ganz schön froh, als wir endlich angekommen waren. Nach einer kleinen Erholungspause konnten wir erst mal richtig Mittagessen und wurden dann von unseren Eltern abgeholt.
Es war ein sehr schöner Haik und ich würde gerne nochmal
einen Haik mitmachen. 



