Rittercamp der Stämme RR-17 Bad Hersfeld; RR-64 Siegen und RR-148 Tann

auf der Burg Herzberg vom 14.-17.Juni 2001

 

                             

 

Vom 14. -17. Juni 2001 hatten die Royal Rangers aus Bad Hersfeld (17), Siegen (64) und aus Tann (148) ein Royal Rangers Rittercamp auf dem Gelände einer noch intakten Burg in der Nähe von Bad Hersfeld. Das Thema des Camps waren die Ritter und die Waffenrüstung aus Eph. 6,11-18.

 

                             

Als die Rangers am Donnerstag auf dem Gelände ankamen, standen noch drei mittelalterliche Zelte auf dem Gelände. Auf dem Gelände fand eine Woche früher ein Ritterturnier mit allem dazugehörigen mittelalterlichem Treiben statt. In diesen Zelten wohnten seit 6 Wochen Ritter. Diese leben in den Zelten wie die Ritter in dem Mittelalter gelebt haben. Die komplette Ausstattung der Zelte sind handgefertigt, mit den Mitteln die damals zur Verfügung standen. Die Kleidung und Sprache der Ritter ist ebenfalls authentisch.

Nach kurzem Zögern baten wir die Ritter noch ein paar Tage zu bleiben. Diese erklärten sich bereit und ich denke sie waren auch ein bisschen neugierig auf uns.

      

Die Ritter waren sehr gastfreundlich und luden die Rangers in ihre Zelte ein, zeigten ihnen ihre Kampfkunst, ihre Rüstung und gaben Einblicke in das mittelalterliche Leben. Am Lagerfeuer hatten sie Gemeinschaft mit uns und führten einen realen Kampf mit dem Schwert vor. Anschließend konnten einige Rangers ihre Geschicklichkeit mit dem Schwert  testen.

 

                               

Die Ritter boten uns eine Führung der Burg an. Diese wurde als eine der ganz wenigen Burgen niemals erobert. Selbst Tilly musste nach 6-monatiger Belagerung der Burg aufgeben.

Im Gegenzug sollten die Rangers die Burg und den Turnierplatz reinigen. 

 

                               

Der Ritter verstand es während der Führung die Rangers in die Zeit um 1200-1700 n.Chr. mitzunehmen. Die geschichtliche Entwicklung und spannende Abenteuer wurden geschickt miteinander verknüpft. Die Stellung der Kirche, des Adels und des normalen Volkes wurde anhand von Geschichten real. Die Rangers glaubten den Ritter Johann von Dörnberg leibhaftig vor sich zu sehen, wie er im Auftrag des Kaisers verschiedene Aufgaben erledigt. Anhand von Foltermethoden konnten die Rangers erkennen wie schnell man bereit war zu sagen die Erde ist eine Scheibe. 

 

Bei dem nächtlichen Überfall verteidigte die Teamleiterin der Sumpfhühner aus Bad Hersfeld ihre Ranger wie eine Wölfin ihre Jungen (Aussage von Ritter Johann von Dörnberg, Augenzeuge) mit Pappmachè. Bevor die Angreifer wussten wie ihnen geschah, ergoss sich die Pampe über sie. 

 

In den Andachten verstand es unsere Camppastorin Doro Sauermann die Kleidung und Rüstung der Ritter mit der geistlichen Waffenrüstung zu vergleichen. Der Ritter war einen Morgen mit seiner Rüstung anwesend und gab selbst einige symbolische Dinge weiter.

 

Bei einer Orientierungswanderung konnten die Rangers ihre Geschicklichkeit mit Karte, Kompass und Kroki testen. Hierbei mussten verschiedene Aufgaben erledigt werden, wie das Erkennen von Bäumen und Sträuchern, die Anwendung des Strahlensatzes und Erste Hilfe Maßnahmen bei Unfällen auf einem Haijk. Bei der Campolympiade wurde bei verschiedenen Disziplinen die Geschicklichkeit mit Pfeil und Bogen, Stammweitwurf u.a. getestet.

       

Bei unserem Ratslagerfeuer durften wir für viele Rangers beten und sie segnen. Bei allen Dingen während dieses Camps war der rote Faden sichtbar. Es ist interessant wie Gott die Liebe zum Detail hat. Auf eine wundersame Art und Weise wurden Dinge zusammengeführt, die keiner von uns erwartet hat. Während des Camps war eine tolle Atmosphäre und Harmonie bei den Rangern sichtbar. Die Geschehnisse auf diesem Camp haben einen tiefen Eindruck auf die Kinder und die Mitarbeiter hinterlassen und sie wären gerne noch ein paar Tage geblieben.

 

Nach Beendigung des Camps wurde uns von dem Eigentümer und den Rittern berichtet, dass sie beeindruckt waren von der Disziplin, Ordnung und Sauberkeit während des Camps. Sie hätten in all den Jahren noch nie solch ein Jugendlager erlebt und waren überrascht, dass es heute noch so etwas gibt. Die Royal Rangers sind auf dem Gelände der Burg Herzberg jederzeit herzlich willkommen. 

 

Breitenbach, Juni 2001                                  Norbert Heipel            RR17   Bad Hersfeld 

 

 

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